Welt Online thematisiert in dem Artikel „Giftiges Kinderspielzeug ist weit verbreitet“ die überraschende Feststellung, dass schädliche Substanzen in Kinderspielzeug oftmals häufiger verbreitet sind als in anderen Produktgruppen. Zum Beispiel erreichen „Gifte [wie zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)] in Spielsachen die tausendfach höhere Konzentration von dem, was in Autoreifen erlaubt ist“. Und das obwohl diese Stoffe als erbgutschädigend eingestuft wurden und allgemein bekannt ist, dass Kinder alles in den Mund nehmen, was sie greifen können.

Aufgrund dieser Belastung würde die Hälfte aller Spielsachen bei Prüfungen von „Öko-Test“ erfahrungsgemäß durchfallen. „Die Chemiker notieren Schwermetalle wie Blei, hormonell aktive Weichmacher wie Phthalate, krebserzeugende Farben und bedenkliches PVC im Spielzeug.“

Gründe dafür seien der hohe Kosten- und Preisdruck, der dazu führt, dass Billigware aus China gekauft wird, aber auch das Fehlen eines Gesetzes, dass die Begutachtung des Spielzeugs von einer unabhängigen Stelle vorsieht. Denn „’[f]reiwillig lassen nur wenige Fabrikanten ihr Spielzeug testen. Für eine Stoffpuppe, die 20 verschiedene Textilien trägt, kostet eine Sicherheitsprüfung 8000 Euro’, sagt Matthias Löhnert von der Qualitätssicherung bei Habermaaß“.

Beispielhafte Hersteller seien ISO 9001 zertifiziert: z.B. Spielzeugproduzent Habermaaß, Kuscheltierfabrikant Steiff und Playmobilhersteller geobra Brandstätter.

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