Schadstoffe in Schulranzen

Für die Aprilausgabe der Zeitschrift Öko-Test wurden Schulranzen genau unter die Lupe genommen. Wer dachte, dass sich Hersteller bei der Produktion von Schulzubehör ihrer Verantwortung besonders bewusst seien und daher auf die Verarbeitung von gesundheitsschädlichen Stoffen verzichten, wird leider eines Besseren belehrt.

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Phthalate-Free Gütesiegel

Phthalate-Free unterstützt den Konsumenten erstmals bei der bewussten Wahl phthalate-freier Produkte. Durch die bessere Orientierung ist auch ein höherer Verbraucherschutz gewährleistet.

Sie als Nutzer des Gütesiegels „Phthalate-Free“ haben die Chance sich auf dem Markt gewinnbringend zu positionieren, da das Gütesiegel „Phthalate-Free“ ein deutliches Kennzeichen für umwelt- und gesundheitsbewusste Produkte ist.

Produkte die einen Antrag auf das Phthalate-Free Gütesiegel durchlaufen, werden von einem unabhängigen Institut nach den aktuellen europäischen Qualitätskriterien auf alle toxischen Inhaltsstoffe geprüft. Nach einer erfolgreichen Testreihe erhalten Sie von uns die Zertifizierung sowie das Phthalate-Free Label zur Anbringung an Ihr Produkt.

Mit der Erteilung des Phthalate-Free Gütesiegels werden Ihre Produkte in unsere Datenbank aufgenommen, die Verbrauchern und Unternehmen die Suche nach phthalatfreien Produkten erleichtern soll.

Sie besitzen bereits einen Phthalate-Kontrollbericht eines anerkannten Instituts für Ihr Produkt? – Wir erkennen auch Fremdzertifikate als Legitimation für das Phthalat-Free Gütesiegel an. Schicken Sie uns Ihre Unterlagen und wir prüfen und archivieren diese.

Informationen für Verbraucher – Produktion

Die chemische Industrie in Westeuropa produziert jährlich rund eine Million Tonnen Phthalate. Mehr als 90 Prozent gehen in die Produktion des Weich-PVC.

Die Herstellung, Verarbeitung und Lagerung von Weichmachern unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften und Regelungen. Sie erfolgt in geschlossenen Anlagen, so dass die Beeinträchtigungen und umweltbezogenen Emissionen gering sind. Sie liegen deutlich unter 1 % der hergestellten Menge. Die Verarbeitungsanlagen von Weich-PVC sind in Westeuropa üblicherweise mit einer Nachverbrennung oder Filtern für die Abluft versehen.

Informationen für Verbraucher – Produkte

Die größten Endnutzer von Weich-PVC sind nach Angaben der „Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e. V.“ (AGPU):

  • Bauindustrie
  • Elektro- und Kabelindustrie
  • Automobilbau
  • Sport- und Freizeitartikel

Produkte, die Phthalate enthalten, sind:

  • Kabel, Dachdichtungsbahnen
  • LKW-Planen, Kfz-Unterbodenschutz
  • Bodenbeläge, Tapeten, Duschvorhänge
  • Babyartikel und Kinderspielzeug
  • Lebensmittelverpackungen
  • Kunstleder, Schuhe, Sport- und Freizeitkleidung
  • medizinische Produkte: Schläuche und Blutbeutel

Im Jahr 2004 lag der Marktanteil nicht-phthalathaltiger Weichmacher in Westeuropa bei etwa sieben Prozent (AGPU 2006).
Dabei handelt es sich um:

  • Di(2-ethylhexyl)adipat (DEHA für Lebensmittelverpackungen)
  • Di-isononyladipat (DINA für Fußbodenbeläge und Vinyltapten)
  • Acetyltributyl-citrat (ATBC für Kinderspielzeug)

Phosphate fungieren auch als Weichmacher. Relativ neu ist der Weichmacher DINCH. Dieser wird vor allem für Kinderspielzeug und Medizinprodukten verwendet.
Kunststoffe wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) sind weichmacherfrei.

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