Informationen für Verbraucher – Produktion

Die chemische Industrie in Westeuropa produziert jährlich rund eine Million Tonnen Phthalate. Mehr als 90 Prozent gehen in die Produktion des Weich-PVC.

Die Herstellung, Verarbeitung und Lagerung von Weichmachern unterliegt strengen gesetzlichen Vorschriften und Regelungen. Sie erfolgt in geschlossenen Anlagen, so dass die Beeinträchtigungen und umweltbezogenen Emissionen gering sind. Sie liegen deutlich unter 1 % der hergestellten Menge. Die Verarbeitungsanlagen von Weich-PVC sind in Westeuropa üblicherweise mit einer Nachverbrennung oder Filtern für die Abluft versehen.

Informationen für Verbraucher – Produkte

Die größten Endnutzer von Weich-PVC sind nach Angaben der „Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e. V.“ (AGPU):

  • Bauindustrie
  • Elektro- und Kabelindustrie
  • Automobilbau
  • Sport- und Freizeitartikel

Produkte, die Phthalate enthalten, sind:

  • Kabel, Dachdichtungsbahnen
  • LKW-Planen, Kfz-Unterbodenschutz
  • Bodenbeläge, Tapeten, Duschvorhänge
  • Babyartikel und Kinderspielzeug
  • Lebensmittelverpackungen
  • Kunstleder, Schuhe, Sport- und Freizeitkleidung
  • medizinische Produkte: Schläuche und Blutbeutel

Im Jahr 2004 lag der Marktanteil nicht-phthalathaltiger Weichmacher in Westeuropa bei etwa sieben Prozent (AGPU 2006).
Dabei handelt es sich um:

  • Di(2-ethylhexyl)adipat (DEHA für Lebensmittelverpackungen)
  • Di-isononyladipat (DINA für Fußbodenbeläge und Vinyltapten)
  • Acetyltributyl-citrat (ATBC für Kinderspielzeug)

Phosphate fungieren auch als Weichmacher. Relativ neu ist der Weichmacher DINCH. Dieser wird vor allem für Kinderspielzeug und Medizinprodukten verwendet.
Kunststoffe wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) sind weichmacherfrei.

1 8 9 10