Keine Weichmacher in der Kita

Weichmacher sind gefährlich. Von dieser unsichtbaren Gefahr ist jeder bedroht, da die Giftstoffe aus den belasteten Produkten ausdünsten und über die Luft und Schleimhäute aufgenommen werden. Eine besonders gefährdete Gruppe stellen Säuglinge und Kinder dar, da sie viele Gegenstände noch in den Mund stecken. Aus diesem Grund stehen Produkte für Kinder regelmäßig im Fokus der Aufmerksamkeit, indem Kleidung, Spielzeug oder Schulranzen genauer unter die Lupe genommen werden.

Die besondere Gefährdung von Weichmachern für Kinder wurde bereits 1999 erkannt. Seitdem hat die EU für Kleinkinderspielzeug, das in den Mund genommen wird, ein Verbot von bestimmten Weichmachern erlassen. Dennoch werden durch die erwähnten Tests immer wieder verbotene Weichmacher oder zugelassene Weichmacher in zu hoher Konzentration in den Produkten festgestellt.

Um die Gefahr gerade für die Kleinsten weiter einzudämmen, sind Weichmacher in Kitas und Schulen in Dachau verboten. Wie Merkur Online berichtet, wurde beschlossen, dass „Spielzeug und andere Materialien, die diese Weichmacher enthalten, in städtischen Kindertagesstätten und Schulen in Dachau nicht mehr verwendet werden dürfen.“ Zur Orientierung gibt es einen Ratgeber für PVC-freie Kindergärten und Kinderzimmer. Von dieser Entscheidung sind aber nicht nur Spielsachen betroffen, sondern der Beschluss betrifft auch Neubauten, Erweiterungsbauten oder Renovierungen. Hier soll ebenfalls weitestgehend auf Weichmacher verzichtet werden.

Diese Entscheidung ist sicherlich für viele Eltern Anlass genug, das heimische Spielzeug genauer unter die Lupe zu nehmen und ein Anstoß für andere Gemeinden nachzuziehen.