DEHP in Lebensmittelverpackungen nachgewiesen

Essen soll dem Körper in erster Hinsicht lebensnotwendige Energie liefern. Weitere Ansprüche an die Nahrungsaufnahme sein: Das Essen soll schmecken, gut für Körper und Geist sein, und vor allem gesund sein. Doch das ist nicht immer so. Jeder weiß, wer zu viel Zucker, Salz oder Fett zu sich nimmt, schadet seinem Körper. Doch manchmal steckt die Gefahr nicht nur in den Nährwerten, sondern in der Verpackung.

Das bewies die Untersuchung von 19 Lebensmitteln für die NDR-Sendung „Der große Küchen-Check“. Denn von den untersuchten Lebensmitteln enthielten laut dem NDR sieben den Weichmacher DEHP. Darunter befinden sich bekannte Marken wie Géramont Weichkäse (80 Mikrogramm pro Kilogramm), Bertolli Pesto (240 µg pro kg) und Kerrygold Butter (520 µg pro kg). Spitzenreiter ist jedoch das Produkt Saint Albray Käse mit 910 µg pro kg.

Zwar wird betont, dass keine Grenzwerte überschritten wurden, dennoch überwiegt die Kritik. Und das aus gutem Grund, denn Weichmacher stehen in Verdacht, krebserregend und fortpflanzungsschädlich zu sein. Darüber hinaus ist DEHP in Lebensmittelverpackungen eigentlich verboten.

Welchen enormen Einfluss Weichmacher auf den Körper haben können, haben die Reporter durch ein Experiment verdeutlicht. Eine Familie wurde gebeten, eine Woche lang auf Lebensmittel zu verzichten, die in Plastik abgepackt sind. Vor und nach der Testwoche wurde der Urin der Familienmitglieder untersucht – mit einem deutlichen Ergebnis. Nach der Testwoche lagen die Werte deutlich niedriger.

Ein weiterer Grund auf frische Produkte zu setzen und bewusst einzukaufen.